Jugendarbeit

Bei der Vereinsarbeit mit Jugendlichen stellen Beziehungsarbeit, Kommunikationsfähigkeit und emotionales Lernen die tragenden Säulen dar.

Wie und unter welchen Umständen kann ein junger Mensch Verantwortung für sich und andere übernehmen? Was ermöglicht (s)einen liebevollen Einsatz auch für andere?

Was gibt Lebenssinn und Selbstvertrauen, um sich in einer komplexen Welt, die scheinbar hauptsächlich materiell geprägt ist, selber in seinen Lebensträumen  und -zielen zu erkennen und zu verwirklichen?

Wie fühlt es sich an, für schwächere Menschen oder Randgruppen der Gesellschaft aktiv zu werden?

Das Projekt der Kunstausstellung mit Frank Dederichs (zu finden unter Kunstprojekt) bildete den Auftakt zu den von den Jugendlichen selbst gewählten Einsatzmöglichkeiten. Es wurde nahezu eigenständig von ihnen geplant und organisiert.

 

 

Vom Bürgermeister und den Gummi-Enten

10. Dezember 2018

 

Vom Bürgermeister und den Gummi-Enten

 

Wochen nach der gelungenen Kunst-Benefiz-Aktion der Jugendlichen für und um den Künstler Frank Dederichs, fand die Übergabe des vom Bürgermeister ausgesuchten Bildes im Rahmen eines Rathausbesuches statt.

 

Christoph Tesche lobte die Jugendlichen für ihr nicht selbstverständliches, ehrenamtliches Engagement in Recklinghausen und stellte sich vielen Fragen.

 

Als Dankeschön überraschte er die kleine Delegation mit der 2018 er Spezialanfertigung einer Bergbau – Gummi-Ente, zum Abschied aus der Bergbau Ära.

 

Packete für das Frauenhaus

16./21. Dezember

 

Packaktion „Weihnachten im Frauenhaus“ & Weihnachtsfrühstück

 

Die gemütliche Adventsrunde um den sozialen Gedanken zu erweitern, war das Gemeinschaftsprojekt im Dezember. Begünstigte sollten Frauen und Kinder des Frauenhauses Recklinghausen sein.

 

Alle Aktiven trugen Mengen an Büchern, Spielen, Süßigkeiten, Taschen, Tüchern, Kosmetika, Kartons, Geschenkpapier und mehr zusammen. Speziell für die Altersgruppen und Anzahl der Kinder beschriftet und wunderschön verpackt, konnten wir 23 prall gefüllte Weihnachtspakete am Morgen der eigenen Weihnachtsfeier übergeben.

 

Kunstprojekt „Sehnsucht und Beziehung“

25. Januar

 

Kunstprojekt „Sehnsucht und Beziehung“

 

Immer wieder tauchen im Austausch mit den Jugendlichen Themen um Wunsch und Sehnsucht nach gelingender Beziehung, die eigenen Unsicherheiten sowie die Unmöglichkeiten sich in wichtigen Augenblicken selber Ausdruck verleihen zu können, auf.

 

Den künstlerisch kreativen Aspekt jedes Einzelnen als Vehikel des oft Unbewussten einzubeziehen, mit der recht jungen Künstler - Geschichte von Dr. Hans Ulrich (dem Vereinspräsidenten) und  seinen verschiedenen Werken direkt in Kontakt zu sein und den inspirierenden Raum der art unit Galerie für uns in Anspruch nehmen zu dürfen- all das Versprach einen spannenden Abend, zudem die Aktiven extra nach Düsseldorf angereist waren.

 

 

Dr. Hans Ulrich schilderte den Anwesenden zunächst seinen eigenen Werdegang, seine zaghaften Anfänge, berichtete von unzähligen „Übermalungen“ der Leinwände und der inneren Suche, die sich häufig in intuitiven Formen und Farben zum Ausdruck brachte.

Eindrucksvoll konnten wir so die chronologische Entstehung seiner Werke nachvollziehen und einen lebhaften Austausch zu Fragen wie:      „Was ist Kunst für uns?“ oder „Was bedeutet künstlerisch wertvoll?“ führen.

 

Damit war für den größten Teil die Hürde, selber zu Stift und Papier zu greifen, überwunden.

 

Anna Kleeberg, Künstlerin und Kunstlehrerin mit Atelier in Düsseldorf, gab eine kurze Einführung und hatte Zeichenbretter und Farb-Stifte in entsprechender Menge vorbereitet.

 

Mit sich und seiner eigenen Sehnsucht in Berührung gehen, eine Vision finden, oder auch den auftauchenden Widerständen Raum geben.....

 

Welch unglaubliche Werke dabei entstanden sind sehen Sie in der angeschlossenen Bildergalerie.

 

 

 

Seminar „Beziehung und Sexualität“

31. März

 

Seminar „Beziehung und Sexualität“

 

In offenen Gesprächsabenden und der Kunstaktion zu Jahresbeginn immer wieder thematisiert, sollte eine stärker auch „physische Erfahrung“, ein echtes Spüren in Übungen mit mehr Intensität und Grenzerfahrung den rein kopfmäßig und oft distanzierten Austausch zum Thema „Sexualität“ ergänzen.

 

Hierbei ging es ausdrücklich nicht darum direkte sexuelle Erfahrungen zu machen, sondern sich der eigenen Unsicherheit, Scham und den vielen ungeklärten Fragen, als auch familiären Prägungen bewusst zu werden, Grenzen zu überwinden und die tragende Kraft einer „haltenden Gruppe“ zu erleben. Oft belasten eigene Urteile und schambesetzte Entwertungen als auch häufig erfahrene Grenzverletzungen, die Beziehung zum eigenen Körper und damit in Folge zu einer natürlich liebevollen und sexuellen Hingabe an den Partner.

 

Die befreiende Erfahrung eines liebevollen Angenommen-Seins, die Aussprache auch beklemmender eigener Erlebnisse waren tiefgehende Schlüsselerlebnisse des Vertrauens und sich angstfrei dem Leben öffnen Könnens.

 

In weitergehenden Projekten möchten die Jugendlichen ihre Erfahrungen mit-teilen und andere Menschen zu dieser befreienden Erfahrung einladen.